Über das dahinter

 

Das Diktum Peter Handkes, dass jede gute Geschichte eine Störung beinhaltet, nehme auch ich in Anspruch. Wie sich Madame Tussaud von ihrem ungeliebten Mann verabschiedet (bevor sie für immer nach England zieht), ist natürlich eine Erfindung aus meinem komischen Potential, aber eben angeregt durch die Geschichte dieser genialen Wachsbildnerin, übrigens eine der ersten emanzipierten Frauen der Neuzeit.

 

 

 

Gelesen, gesehen, durchschaut – gezeichnet:

 

 der „Menschenzoo“, die Angst vor Überfremdung („Deutschland den Deutschen“) und letztlich, hinter maskierter Komik, das Memento mori, denn „Unsterblichkeit ist nicht jedermanns Sache“, so der Titel meines Katalogs zur Ausstellung „Stankowski und seine Zeichen-knechte“ vom Oktober 2015.

Fritz Arnold

 

 

 

 

Bild oben
„Hommage an Madame Tussaud“, 2013, Pastell mit Wachs, 21 x 29 cm

Bild unten
„Finito“, 2014, solarbetriebenes Objekt, Figur 10 cm hoch